Segelfliegen und
die alte Liebe

Bereits zu Beginn unseres Trips nach Rumänien zeichnete sich unsere nächste Reise ab. In der Kleinanzeigen Rubrik bei Segelflug.de annoncierte ein schwedischer Segelflugverein zwei Oldtimer. Beide Segelflugzeuge sind vom Typ Bergfalke II-55 und auch wir haben bereits ein solches Muster bei uns im Verein. Der Gedanke an den Kauf der Flugzeuge ist in den nächsten Tagen ausgereift. Nachdem wir ein Feedback unserer Mitglieder zu unserem Plan eingeholt hatten stand für uns fest: Wir fahren nach Schweden!

Am 21.12. sind Stefan und David aus Metzingen aufgebrochen, um die Flugzeuge in Augenschein zu nehmen und aus dem 1000km entfernten Norrköping abzuholen. Welches ist der beste Weg? Sollte die Strecke komplett mit dem Auto zurückgelegt werden oder gibt es noch eine Alternative? Die Reise führte die beiden mit dem Auto vorerst bis nach Travemünde. Von hier sind sie dann mit der Fähre nach Malmö übergesetzt. Am nächsten Morgen konnte dann die restliche Strecke von 480km in Angriff genommen werden. Nach fünfeinhalb Stunden und einem Fahrertausch erreichten sie den Norrköpings Segelflygklubbs. Nachdem Andreas, unser Ansprechpartner, das Tor zum Gelände geöffnet hat konnten unsere beiden Ausgesandten die Gründe für den Schweden Trip in Augenschein nehmen. Schnell stellte sich heraus, dass wir nur einen kaufen und mitnehmen werden (Den zweiten hätten wir im kommenden Frühjahr geholt).

Mit genügend helfenden Händen konnte „die alte Liebe“ aufgeladen und für den Transport vorbereitet werden. Nach einem wärmenden Tee und ein paar Gesprächen mit den schwedischen Segelfliegern rückte die Rücktour immer näher. Die Fähre in Malmö sollte um 23Uhr ablegen und uns trennten noch 480km, knapp sieben Stunden und eine regenbehaftete Front die langsam aufzog. Die Straßen in Schweden sind für den normalen PKW kein Problem, jedoch gestaltete sich die Rückfahrt mit einem geladenen Anhänger etwas anders. Die konsequent ein geschleiften Spurrillen erschwerten bei der regnerischen und windigen Rücktour das fahren. Dennoch sind Stefan und David ohne nennenswerte Vorkommnisse pünktlich an einer nahezu leeren (5 PKW und unser Gespann) Fähre angekommen.

In dem menschenleeren Hochhaus empfing eine leere Wellnesslandschaft unsere Delegation, welche die nötige Entspannung nach den letzten 36 Stunden bot. Zu guter letzt konnten die verbleibenden 240 Kilometer in Deutschland ausgeruht zurückgelegt werden und ein letzter Zwischenstopp im Snowdome Bispingen wurde eingelegt. Ob und die „alte Liebe“ wieder in die Luft kommt ist noch unklar. Auf alle Fälle werden wir über den weiteren Verlauf berichten. Nun steht erst einmal die Bewältigung unser Winterarbeit an. Während der Fahrt stellten wir ein Foto auf unserer Facebook-Seite online, welches zur allgemeinen Erheiterung einiger Segelflieger beigetragen hat. Vielmehr die Diskussion die in den Kommentaren entbrannte hatte viel Amüsantes und nicht unser Foto mit der simplen Fragestellung: „Und was macht ihr in der Wintersaison?“. Wir haben uns gefreut, dass es doch einige Segelflieger gibt die unser Aktion gewürdigt haben und unsere Passion teilen.
Danke dafür!

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