Der Verein

Ein Spanferkel und ein zünftiges Freibier bei der Gründungsfeier in der Flughalle in Metzingen, sorgten am Samstag, den 15. Juni 2002, für gute Stimmung. Grund dafür war der neue Segelflugverein Flugtechnischer Verein Metzingen 2001 e.V., der sich im Dezember 2001 gegründet hat.

Ein neuer Stern am Niedersächsischen Segelfliegerhimmel

Aus den bisher überwiegend aus Berliner Segelfliegern bestehenden Flugvereinen, hatte sich eine Gruppe hiesiger Flieger den Erhalt des Segelflugplatzes Berliner Heide zum Ziel gesetzt. Mit der jetzt erreichten Zulassung des 1998 gekauften Fluggeländes in Neuruppin, nahe Berlin, stand das Aus für den Metzinger Flugplatz kurz bevor. Durch ein großes Engagement der hier Ansässigen, ist es gelungen, ein finanziell gesichertes Konzept für die Weiterführung umzusetzen. Nun stehen sechs Segelflugzeuge, eine Startwinde und das Fluggelände mit Halle für die 30 aktiven und 20 fördernden Mitglieder zur Verfügung. Mit drei Fluglehrern wird ehrenamtlich für Aus- und Weiterbildung dieser faszinierenden Sportart gesorgt.

Wir wollen wachsen und bieten Interessierten von 14 bis 70 Jahren eine spannende Freizeitgestaltung. Wer Interesse hat das Segelfliegen in gemütlicher Atmosphäre zu lernen, der kann sich gern an eines der Vorstandsmitglieder wenden oder unverbindlich an den Wochenenden vorbeischauen.

1.Vorsitzende: Hans-Heinrich Severloh
2. Vorsitzende: Steffen Merz
Geschäftsführer: Karsten Severloh

Wir möchten auch diejenigen ansprechen, denen die Förderung des Luftsports und die Jugend- und Erwachsenenarbeit am Herzen liegen. Ein junger Verein kann jeden Euro gebrauchen, um die positive Entwicklung des Vereins weiterzuführen. Am besten man überzeugt sich selbst und macht einen Rundflug über dem schönen Lachtetal.

Die Geschichte

Der Ursprung liegt im wohl ältesten Berliner Segelflugverein dem Flugtechnischen Verein Spandau 1924 e.V. Auf Grund des vier Mächte Abkommens konnten die in der sowjetischen Besatzungszone, späterer DDR, wohnenden West-Berliner nicht vor ihrer Haustür fliegen. Festen Boden fanden drei Berliner Vereine, darunter auch der FTV Spandau in Metzingen (Lüneburger Heide) in 1971 einen geeigneten Platz mit einer Länge von 1200 m und drei Windenplätze. Koordinaten : 52° 40`16„N 10° 21`19„E

Es wurde eine Halle für geschachtelte 20 Segelflugzeuge nebst Briefingraum und Windenschuppen auf Pachtgelände gebaut. Nach Mauerfall in 1989 und der Wiedervereinigung in 1990 standen nun die Wege offen wieder vor der Haustür, um viele Anfahrt-Kilometer zu sparen, zu fliegen. Somit zogen die drei Vereine sich aus Metzingen zurück und es verblieben im alten Bundesland rund 50% der Mitglieder aus dem FTV Spandau vor Ort. Nun wurde es Zeit einen eigenständigen Verein auch aus noch Mitgliedern der anderen zwei Vereine zu gründen.

Diese Gründung erfolgte am 18. Dez. 2001 als Flugtechnischer Verein Metzingen 2001 e. V.! Es verblieben den Metzingern eine Winde, ein Bergfalke II-55 und ein Zugvogel IIIB. Für den neuen Verein mit 16 Gründungsmitgliedern sehr dürftig. Im Frühjahr 2002 folgte ein Doppelsitzer IS28 B2 Baujahr 1992, welcher von zwei Mitgliedern erworben, aus Nordschweden geholt, und dem Verein zur Nutzung gestellt wurde.

Im März 2003 folgte, wieder von vorübergehenden Sponsoren in Hamburg gekauft, ein Speed Astir IIb Baujahr 1979. Hinzu kam im August 2005 durch Kauf des Vereins eine Ka6e Baujahr 1968 nebst Anhänger. Im Herbst 2008 erwarb der Verein das Flaggschiff eine neue LAK 17a aus der Litauer Werft. Jetzt war der Bestand vom Holzflieger bis zur Kohlefaser komplett und alle Segelflugzeuge im Besitz des Vereins. Zu den Vereinsflugzeugen gesellten sich auf dem Platz auch in der Halle noch zwei privat geflogene Motorsegler. In den vergangenen Jahren wurden regelmäßig im Mai vereinsinterne Lehrgänge und Leistungsfliegerei abgehalten. Nonstopflüge rund um Berlin sind keine Seltenheit.

Der Verein umfasst zurzeit 52 Mitglieder. Da bis jetzt der Platz durch nur einen Verein und einer Gleitschirmfliegergruppe benutzt wird, steht für Ferienlager mit einer kleinen Unterkunft der Platz für Gäste gerne zur Verfügung. Flugzeugschlepp und Nutzung durch weitere Motorsegler ist nach vorheriger Absprache und Genehmigung durch die zuständige Behörde selbstverständlich möglich.

Die Jahreszahlen

  • 2001, 18. Dezember – Gründung des Vereins mit einer Winde, dem Bergfalken II-55 und dem Zugvogel IIIB
  • 2002 Frühjahr – Neuer Doppelsitzer im Verein, eine IS28B2 aus Schweden
  • 2003 Frühjahr – Neuer Kunststoffflieger am Platz, ein Speed Astir IIb aus Hamburg
  • 2005 Mitte – Neuer Holzflieger am Platz, eine Ka6e
  • 2008 Ende – Neuer Kunststoffflieger am Platz, unser Flaggschiff – Lak 17a aus Litauen.
  • 2010 Frühjahr – Mit einer neuen Haltergemeinschaft steht dem Verein ein Motorsegler zur Verfügung (B-Falke)
  • 2011 Ende – Einige Gleitschirmflieger nutzen fortab mit uns den Flugplatz und Gründen einen eigenen Verein
  • 2012 Frühjahr – Neu am Platz ein UL – Mit dem roten Doppeldecker einen Kiebitz, haben wir einen neuen Magneten am Platz
  • 2013 Frühjahr – Mit dem Motorsegler der Dimona haben wir nun ein weiteres Flugzeug bei uns stationiert.
  • 2014 Ende – Die DG400 (privat) verlässt ein letztes Mal unseren Flugplatz und geht nach Süddeutschland.
  • 2015 Anfang – Ein neuer Arcus M (privat) erreicht im Anhänger unseren Platz und wird bei uns fest stationiert.
  • 2015 Mitte – Mit einer großen Mitgliederbefragung wird festgehalten, dass der Flugzeugpark den Wünschen des Vereins entspricht.
  • 2015 Ende – Bei hervorragendem Wetter führt der Verein erfolgreich das niedersächsische Jugendvergleichsfliegen durch. Insgesamt 90 Starts, zzgl. 30 Überprüfungsflüge der Teilnehmer.
  • 2016 Anfang – Eine private Ka8 wird dem Verein zur Verfügung gestellt.
  • 2016 Ende – Das Holzflugzeug Ka6e wird nach jahrelangen treuen Diensten verkauft.
  • 2017 Anfang – Eine LS4 wird gekauft und für die anstehende Saison fit gemacht.